TrinkwasserAls Trinkwasser wird jedes Wasser definiert, das direkt zum Trinken, zur Zubereitung von Essen und Getränken verwendet wird. Zusätzlich wird in Deutschland auch jedes Wasser als Trinkwasser bezeichnet, mit dem Geschirr und Besteck gereinigt werden und Körperpflege einschließlich des Reinigens der Kleidung betrieben wird. Das Leitungswasser in Deutschland ist uneingeschränkt sauber genug, um diese Kriterien zu erfüllen.

So viel Wasser trinken die Menschen

Durch die vielfältigen Gebrauchsmethoden lässt sich der Verbrauch von Wasser nur zum Trinken schwer ermitteln. Im Gesamtverbrauch gehören die Deutschen mit etwa 120 Litern jährlich mit zu den geringsten Verbrauchern.

2014 wurde der folgende jährliche Prokopfverbrauch in Europa und ausgewählten außereuropäischen Ländern ermittelt:

  • Indien 25 l
  • Belgien 120 l
  • Deutschland 122 l
  • Holland 130 l
  • Dänemark 139 l
  • England 149 l
  • Österreich 162 l
  • Italien 213 l
  • Schweiz 237 l
  • Spanien 270 l
  • Japan 278 l
  • USA 295 l

Trinkwasser mit oder ohne Kohlensäure

In der Natur kommt Trinkwasser sowohl in stillen Varianten als auch natürlich blubbernd mit Kohlensäure vor. Die natürliche Kohlensäure entsteht durch im Wasser gebundenes Kohlendioxid. Es reagiert chemisch und aus der Wasserstoff-Stickstoffverbindung H2O wir durch Hinzutreten von CO2 das prickelnde H2CO2. Natürliches Trinkwasser mit Kohlendioxidgehalt hat sich durch spezielle Versickerungswege im Boden „aufgeladen“.

Stilles Wasser ohne Kohlensäure kann durch das Hinzufügen von Kohlendioxid künstlich zur Reaktion und Bildung von H2CO2 geführt werden. Dabei wird das Kohlendioxid mit Druck in das Wasser „eingespritzt“. Dieser Vorgang wird in industriellen Abfüllanlagen nach dem gleichen Prinzip ausgeführt, wie das Versetzen von Wasser durch ein Sodagerät funktioniert. Eine Kohlendioxidkartusche reichert das Wasser bis zum gewünschten Sprudelgrad an.

Trinkwasser als Lieblingsgetränk der Deutschen

Sehr viele Jahre lang hatten Bier und Kaffee den Vorrang vor Trinkwasser als Lieblingsgetränk der Deutschen. Seit einigen Jahren hat Trinkwasser alle anderen Getränkeverbrauchswerte im Jahresvergleich überholt. Vielleicht sind auch durch das Zusammenrücken Europas nach der Gründung der EU einige Trinkgewohnheiten aus südlicheren Ländern nach Deutschland gelangt. Ein Klassiker ist das zum Kaffee gereichte Gratiswasser, das in Italien und Spanien seinen europäischen Ursprung hatte.

Der öffentliche Informationsaustausch durch digitale Medien hat viele Verbraucher darüber in Kenntnis gesetzt, dass Alkohol, Kaffee und Tee dem Körper Flüssigkeit entziehen. Der begleitende Genuss von Trinkwasser hat sich infolgedessen etabliert.

Bekannte Trinkwasserquellen in Deutschland

In Deutschland gibt es über 550 Quellen, die Trinkwasser in entsprechender Qualität und Reinheit liefern und als Mineralwasser abgefüllt werden. Die bekanntesten Marken und Herkunftsorte sind:

  • Apollinaris aus Bad Neuenahr-Ahrweiler
  • Christinen Brunnen aus Bielefeld
  • Förstina und Fortuna Quell aus Fulda
  • Fürst Bismarck Quelle aus Reinbeck
  • Gerolsteiner aus Gerolstein
  • Hassia aus Bad Vilbel
  • Rhön Sprudel aus Ebersburg
  • Selters aus Selters an der Lahn
  • Staatlich Fachingen aus Fachingen